Invasion der Heuschrecken

In der Glitzerstadt der Zocker tobt derzeit der Bär in Form von gigantischen Heuschreckenschwärmen. Millionen Heuschrecken der Gattung der Wanderheuschrecke, fallen über Sin City ein und fressen sich durch Gärten, Plantagen sowie Grünanlagen in der Wüstenstadt. Darüber sind natürlich Hotelbetreiber wie Einwohner und Touristen nur mäßig begeistert und versuchen mit allen Mitteln Herr der Lage werden zu können und um die kleinen aber durchaus schädlichen Biester vertreiben zu können. > mehr erfahren


Überall auf den Straßen von Las Vegas bildet sich ein grünlich brauner Teppich. Und sobald man sich als Fußgänger oder auch Autofahrer in Bewegung setzt, bewegt sich dieser gigantische und tierische Teppich und zeigt sein wahres Gesicht. Es sind Millionen von Heuschrecken, die sich bei ihrer Wanderung die Stadt ausgesucht haben, um dort auf Nahrungssuche gehen zu können. Es ist ein Schauspiel ganz besonderer Art und vermittelt vielen Passanten einen gehörigen Schrecken. Die Bilder, die derzeit durch die Presse gehen, erinnern an biblische Prophezeiungen und schon allein die Geräusche der kleinen aber ungemein aktiven Insekten, lässt vielen die Gänsehaut über den Körper fahren. Laut Geologen sei dies zwar kein ungewöhnliches Vorkommen zu dieser Jahreszeit in dieser Region, doch vom Heimsuchen der Spielerstadt hatten sich die Wanderheuschrecken bis dato fern gehalten und distanziert. Warum sie nun ausgerechnet jetzt die Glitzerstadt heimsuchen, darüber wird seitens Experten und Wissenschaftler noch diskutiert und spekuliert.



Kein Grund zur Panik



Laut des Insektenforschers Jeff Knight müssen sich die Einwohner der Stadt sowie die Besuche rund Touristen wohl eher keine zu großen Sorgen über eine flächendeckende Vernichtung allen Grüns der Stadt machen: Da es sich um eine Unterart der berüchtigten Wanderheuschrecke handelt, wird diese als eher ungefährlich für Mensch und Flora und Fauna eingestuft. Sie beißt nicht, überträgt keine Krankheiten und soll selbst für Gartenbesitzer und Hoteliers keine allzu große Bedrohung darstellen.



Zu feucht in Winter und Frühling



Wissenschaftler gehen davon aus, dass das derzeit vorherrschende Klima in Nevada Grund für die Insekteninvasion sei. Denn der feuchte Frühling und Winter lässt die Tiere hoffen, dass sie dort genügend Nahrung auffinden werden. Die Heuschrecken sollen auch nicht zu lange bleiben, so schätzen die Wissenschaftler das Phänomen ein, da sie ihrem bisherigen verhalten nach in der Regel recht zügig weiterziehen würden. Es wird davon ausgegangen, dass sie höchsten zwei Wochen in Vegas bleiben und dann ihren Weg Richtung Norden des Landes weiterverfolgen werden. Um der Plage im eigenen Zuhause einigermaßen Herr zu werden raten Experten gelbes Licht anzubringen. Denn das ultraviolette Licht zieht sie magisch an. Deshalb sind die Schwärme auch des Nachts deutlich im Schein der Laternen auf den Straßen zu sehen. Die Heuschrecken sind etwa vier Zentimeter groß und im Schwarm unter Millionen geflogen, sieht man beim Blick in den Himmel die Hand vor Augen nicht mehr, so dicht können die Schwärme und Insektenteppiche sein. Die Regierung beruhigt die Einwohner von Vegas und rät, Türen und Fenster zu verschließen, damit die Plagegeister nicht in die Wohnungen und Häuser gelangen können.


Dieser Artikel wurde am Sonntag den 04.08.2019 12:56 erstellt und ist relavant zu Heuschrecken, Heuschreckenplage, Panik.