Las Vegas: Die Entstehung einer einzigartigen und faszinierenden Stadt

Die Wüstenstadt Las Vegas verkörpert das Unwirkliche, Unfassbare und Faszinierende und Unwiderstehliche zugleich. Wer einmal den Boden dieser aufregenden Welt betritt, wird gleich verzaubert oder auch erschlagen vom Glitzer, Trubel und gigantischer Bauwerke. Vegas muss man erlebt und gesehen haben, um ansatzweise auch nur einen Hauch davon zu bekommen, was und woraus diese Stadt besteht und warum sie Millionen Menschen jedes Jahr aufs Neue fasziniert. > mehr erfahren


Sicherlich sind es die unglaublichen Bauwerke, die fantasievollen und unwirklichen Welten, in die jeder Tourist eintaucht, sobald er auch nur den ersten Schritt in eines der vielen gigantischen Hotelanlagen macht. Schon am Strip selbst reihen sich Prunkhotels, Fantasyparks und spektakulärste Shows aneinander und in wohl keiner Stadt auf diesem Planeten wird die Nacht so selbstverständlich und unmissverständlich zum Tag gemacht,wie in Vegas. Die Geschichte von Las Vegas lässt sich ebenso faszinierend lesen, wie die Wüstenstadt selbst es ist und immer schon war: Verrückt.



Mitten im Wüstensand Nevadas



die Wüste Nevadas

Die Gründung der Stadt lässt sich exakt auf 1905 datieren. Verrückt und etwas wirr ist aber ihre Entstehung bis zur offiziellen Beurkundung. Zu den ersten Europäer, die die Wüstenregion Nevadas um das Gebiet des heutigen Las Vegas herum erreichten, gehörte der Spanier Raphael Rivera. Denn 1829 schon war er als Kundschafter einer Handelskarawane auf dem legendären Old Spanish Trailim Wüstensand unterwegs nach Los Angeles. Er suchte eine Alternativroute und fand dabei eine passende Route, die mit relativ üppiger Vegetation durch die artesischen Quellen gespeist war. Eine willkommene Wegführung durch die sonst so staubige und trockene Wüste Nevadas. Der Name "Las Vegas" kam ihm damals schon in den Sinn, denn es bedeutet auf spanisch: "Die Auen." Anschließend tauchte um 1854 die erste Siedlung einiger Mormonen auf und drei Jahre später gaben sie aber schon wieder auf. Die US-Armee errichtete das Fort Baker Mitte der 1860er und fortan galt Las Vegas als wichtiger Zwischenstopp für Wagentrecks und schließlich auch der Eisenbahn, die auf dem Weg von Kalifornien nach New Mexiko unterwegs war. Die Stadt wuchs zusehends. Helen Stewart, eine dortige Farmerswitwe, verkaufte 1903 für 55.000 US-Dollar einen riesigen Anteil ihrer Ranch an die dortige Eisenbahngesellschaft, die anhand der großen Nachfrage schließlich das Gelände parzellierte. Diese wiederum verkaufte und versteigerte schlussendlich das Land für 265.000 US-Dollar an Spekulanten und Investoren. Somit wurde 1905 die Stadt Las Vegas erstmals offiziell und urkundlich gegründet.



Mit dem Bau des Damms wuchs die Stadt



Aufgrund des legendären Hoover Damms, der als meisterliches Bauwerk weltweit gilt, wuchs die Stadt. Der Damm, der von 1931 bis 1935, also innerhalb von nur vier Jahren errichtet wurde, bildet die Grenze zwischen Den Staaten Nevada und Arizona mit rund 45 Kilometern. Er staut den Colorado River, der ebenfalls die Grenzen beider Statten bildet. Der aufgestaute See Lake Mead weist eine Grundfläche von insgesamt 63.900 Hektar auf, bei einer maximalen Tiefe von 170 Kilometern. Der Speicherinhalt des Sees beträgt sage und schreibe rund 35 Milliarden Kubikmeter Wasser und ist damit der größte Stausee in ganz Amerika. Noch heute pilgern täglich hunderte Touristen zum Hoover Damm, um diese einzigartige Bauwerk ganz aus der Nähe betrachten und begehen zu können. Die Legalisierung des Glücksspiels 1931 und der Bau des Damms legten den Grundstein für die Gründung der legendären Stadt mitten in Nevada. Bugsy Siegel war es, der Anfang der 1940er Jahre das erste Hotel mit integriertem Spielcasino baute. Seit dem wächst die Stadt unaufhörlich weiter und jedes Bauvorhaben einer Hotelanlage wird noch spektakulärer und außergewöhnlicher. Tourismus ganz anderer Sorte kam in Vegas an, als um 1950 diverse Atomtests in Nevada durchgeführt wurden. In dieser Zeit wuchs zeitgleich auch die amerikanische Maffia Cosa Nostra, die viele Hotelanlagen und deren Besitzer unter ihre Fittiche hatte und kontrollierte. Wo Glücksspiele stattfanden, wuchs das organisierte Verbrechen zwangsläufig. So wurden die Casinos oftmals von Familienclans von Chicago oder auch Miami aus gesteuert.



Cosa Nostra regierte die Stadt



Über das so genannte "National Crime Syndicate" galt Vegas schließlich offiziell als offene Stadt und gehörte nicht nur zu einer Familie oder eine Verbrecher-Clan. Jeder durfte sich geschäftlich austoben in Vegas und das taten ziemlich viele dieser Sorte. So wurden Baukosten ab 1960 aus dem Topf des gegründeten Pensionsfond der Transportarbeitergesellschaft der Teamsters finanziert. So kam die Cosa Nostra schließlich um 1970 wieder verstärkt in die Stadt und kaufte über Strohmänner wie Allen Glick für 62 Millionen US-Dollar aus der Gewerkschaftskasse zwei Casinos. So und ähnlich wurde der Kauf der Casinos Aladdin, Cirucus Circus, The Sands, the Dunes und Tropicana getätigt. Erst als ein Kurier mit zwei 40.000 US-Dollar-Paketen am Las Vegas Flughafen 1979 erwischt wurde, flogen die korrupten Vorgänge gänzlich auf und etliche Hausdurchsuchungen fanden statt. Und 1986 konnten weitere Mobster wegen ähnlicher Machenschaften bezüglich der Abschöpfung der Casinos in Vegas dingfest gemacht werden. Steve Wynn war es schließlich, der 1989 mit der Eröffnung des legendären Casinos Mirage und der atemberaubenden Show von Siegfried und Roy die Wende ins verruchte Vegas hauchte.



Paris Hotel in Las Vegas

Die Stadt der Sünde entpuppte sich neben der vielen Nacktshows und Revuen zur Stadt der Stars und gigantischen Shows. Sie wuchs immer mehr zur Unterhaltungsstadt an und kein Hotel dieser Stadt, insbesondere am Strip liegend, kann nicht mit einer atemberaubenden Show aus Wasser,Licht, Spektakel und Schauspiel aufwarten. Nimmt man nur als Beispiel das Treasure Island am Strip, das mehrmals täglich mit Piratenshows und Bombardement im Eingangsbereich lockt. Oder auch das Bellagio mit seiner einzigartigen Fontänenshow, die immer wieder hunderte Besucher täglich zum Staunenbringt. Das Ceasars Palace, welches nicht nur im alten Stil der römischen Baukultur exakt nachgebaut wurde, sondern auch im Innern, in seiner Mall, das Publikum durch Showeinlagen zum Staunen bringt. Oder auch das fantastische MGM, in dem jedes Jahr großartige Shows und Boxwettkämpfe stattfinden. Und nicht zu vergessen, dass auch jedes Hotel ein hauseigenes Casino beinhaltet. Die Reihe des Unglaublichen und Unfassbaren nimmt in Vegas kein Ende. Mittlerweile stehen den Besuchern rund 150.000 Hotelbetten in unterschiedlichen Hotelanlagen zur Verfügung. Schätzungsweise zählt Vegas jährlich rund 40 Millionen Besucher und 80 Prozent kommen aus Amerika. Die Stadt der Superlative ist für viele der Ort an dem das Unmögliche tatsächlich möglich ist. Zu jeder Tageszeit. Ob Heiraten, am Spieltisch sitzen, oder im Pool die dickste Party feiern oder mit dem Jeep völlig allein durch einsamste Gegenden quer durch den Wüstensand Nevadas fahren und dabei wahrscheinlich nicht einer einzigen Person zu begegnen.




Dieser Artikel wurde am Samstag den 14.07.2018 12:33 erstellt und ist relavant zu Las Vegas, Wüstenstadt, Las Vegas Geschichte, Cosa Nostra.