Hoover Dam

Architektonisches Meisterwerk das ganz Las Vegas mit Strom versorgt. > mehr erfahren

Außerhalb von Las Vegas


Wenn man Las Vegas und sein Umland besucht, lässt sich vieles unternehmen und besichtigen. Wer sich in der Spielerstadt schon zur Genüge vergnügt hat und sein Glück im Spiel ausgiebig testen konnte, möchte dann vielleicht zur Abwechslung gerne etwas anders sehen. Eine empfehlenswerte Besonderheit wäre da eine Fahrt zum Hoover Dam. Eine Talsperre, die man am Lake Mead in den Bundesstaaten Nevada und Arizona finden kann. Dort befindet sich der Hoover Dam an der Grenze zwischen diesen beiden Bundesstaaten. Von Las Vegas aus sind es etwa 45 Kilometer bis dort hin. Somit ist keine sehr weite Anreise nötig. Eine mögliche Route wäre über den Highway 515 (93/95) South. Dann in Henderson auf die US 93 durch Boulder City. So ca. nach 6 km erreicht man das Lake Mead Visitors Center. Eine Fahr von Las Vegas aus kann man gut unter einer Stunde schaffen. Der Hoover Dam staut den Colorado River zu dem ca. 640 km2 großen Lake Mead.



Die Geschichte der Entstehung


Bevor die Talsperre existierte, gab es leider immer wieder Überschwemmungen. Diese entstanden durch die Schneeschmelze in den Rocky Mountains. Die Überschwemmungen bedrohten dann regelmäßig die Anwohner und deren Eigentum. Im Sommer plagte die Region die Dürreperioden durch den Colorado River. Dadurch vertrocknete die Ernte und das Vieh musste verdursten. In den 1920er Jahren entschied man sich dann dafür, dass zwecks Regulierung des Flusses ein Staudamm gebaut werden sollte.



Mit dem Bau dieses Staudamms wurde unter dem 31. Präsidenten der USA , Herbert Cark Hoover, 1931 begonnen. Dieses für die damaligen Verhältnisse gigantische Projekt wurde 1935 fertiggestellt. Aus über 2 Millionen Kubikmetern Beton hatten tausende Arbeiter innerhalb von 4 Jahren die Hoover Talsperre erbauen können. In der Näher von Boulder City entstand für die Arbeiter und ihre Angehörigen eine kleine Stadt. Der Arbeitsalltag war allerdings auch besonders hart. Im Sommer herrschten schon mal Temperaturen bis zu 50 Grad Celsius. Dadurch kamen wegen der großen Hitze auch einige Menschen ums Leben. Die Baustelle wurde im Drei-Schichtsystem betrieben, so dass ein nahezu Rund um die Uhr-Betrieb möglich war. Dadurch konnte die Talsperre auch so schnell fertiggestellt werden. Immer wieder versuchten die Arbeiter sich in der Zeit gewerkschaftlich zu organisieren. Diese Vorhaben wurden aber immer heftig unterdrückt. Wer einen Streik riskierte, wurde sofort entlassen. Schließlich gab es genügend Männer, die dringend eine Arbeit suchten und diese sofort übernahmen. Streiks wurden deshalb sehr schnell auch wieder beendet.



Der Präsident Franklin D. Roosevelt als Amtsnachfolger von Präsident Hoover betrat am 30. September 1935 das fertige Baukunstwerk. Tief beeindruckt konnte er auf der einen Seite den allmählich aufstauenden Lake Mead erblicken und auf der anderen Seite in den langen Abgrund schauen, wo ganz unten das Flussbett des Colorad Rivers zu erkennen war.



Neben der großen Meisterleistung sind leider auch große Nachteile entstanden


Mit dem Hoover Dam wollte man erreichen, dass man die Natur endlich gebändigt bekommt. Zudem sollte dieses Projekt zusätzlich auch der Arbeitsbeschaffung dienen. Die Wüstenstadt Las Vegas konnte aufblühen, weil riesige Mengen Wasser dorthin geleitet werden konnten. Leider stellte sich über die vielen Jahre aber heraus, dass der Wasserspiegel im Lake Mead immer mehr sinkt. Es herrschen schon jahrelangen Dürreperioden. Die Ökologie des Colorado Rivers scheint durch den Bau nachhaltig gestört zu sein.



So oder so, der Hoover Dam bleibt aus vielerlei Hinsicht ein bestimmt beeindruckendes Bauwerk, dass sich zu besichtigen lohnt. Am Boulder Beach findet man Camping- und Picknickplätze. Von dort aus kann man Bootstouren mit einem Schaufelrad-Dampfer unternehmen. Dabei kostet die Zufahrt ein paar Dollar aber die Fahrt zum Hoover Dam ist kostenlos.