Das Lucky Dragon wechselt für 36 Millionen Dollar den Besitzer

Diese Schlagzeile ließ selbst die verrückteste Stadt der Welt nicht ganz kalt. Denn dass legendäre Hotel in Vegas, das Lucky Dragon, wechselte ganz offiziell für schlappe 36 Millionen Doller seinen Besitzer und Eigentümer. Geplant sei zwar eine Wiedereröffnung nach erheblichem Sanierungsbedarf, doch auf ein Casino wollen die Eigentümer zunächst verzichten. > mehr erfahren


Geht der Plan auf und kommt der Komplex auch ohne seinen Spieltempel aus? Die Zeit nach der Eröffnung wird wird es zu Tage bringen.



Versteigerung im vollen Gange



Schon im Vorjahr sollte das Lucky Dragon and Casino versteigert werden, doch es ergab sich noch ein Aufschub für die Besitzer des Hotels. Kein anderer als Don Ahern von Ahern Rentals bekam als CEO des Unternehmens den Zuschlag und erwarb den Komplex für satte 36 Millionen US-Dollar. Die Zukunftspläne für das Lucky Dragon sind gut, aber zunächst einmal nicht gerade rosig. Denn zwar soll die Neueröffnung unter gleicher Namensgebung wie bisher verlaufen, doch das bisherige nicht gerade kleine Casino im Gebäudetrakt soll als Konferenzraum umfunktioniert werden. Die doppelte Nutzung soll dem Hotel auf die Sprünge helfen und wieder als lukrative Einnahmequelle in die schwarzen Zahlen katapultieren. Denn das Lucky Dragon and Casino galt bis dato als wohl eine der größten, finanziellen Pleiten in puncto erfolgreicher Führung eines Hotelkomplexes inmitten der Glitzerstadt, wo man eigentlich davon ausgehen könnte, dass jeder Bau eines Hotels ein Selbstläufer und Volltreffer wird.



Geringe Baukosten und trotzdem Pleite



Für Sin City galten die Baukosten fürs Lucky Dragon im Vergleich zu allen andren Hotelkomplexen als äußerst gering. Rund 165 US-Dollar nur kostete der Spaß und galt als überschaubare Summe in dieser Stadt für diese vorhaben. Zwei Jahre hat es allerdings nach Eröffnung nur gedauert, da wurden die Türen wieder verschlossen. Die Gründe für die äußerst rasante Schließung des Hotels waren von vielfältiger Natur. Als Fundament und finanzieller Sockel nahm Besitzer Andrew Fonfa einen Kredit in Höhe von satten 90 Millionen US- Dollar auf. Doch der Hauptgrund fürs Aus waren die schlechten Konzepte des Managements. Der Plan fürs Lucky Dragon sah so aus, dass die Hauptfinanzierung durch den Ertrag des Casinos eingespielt und getragen werden sollte. Diese Rechnung ging allerdings nicht auf, zumal in ganz Vegas der Standard der obligatorischen 30 Prozent an Casino-Einnahmen, die ins Hotel fließen in der Regel nie überschritten wurden.



Somit stand die Kalkulation, rund 85 Prozent durch das Casino tragen und finanzieren zu lassen, auf mehr als wackligen Füßen. Der Einbruch kam schnell und die finanzielle Überlastung in Anbetracht der Vorfinanzierung erst recht. Die Besitzer spekulierten mit der stark asiatisch geprägten Ausstattung des Hotelkomplexes, dass sich dort auch hauptsächlich so genannte High Roller einquartieren und ihr Geld loswerden würden. Die Rechnung ging ohne den Wirt auf. Nach zwei Jahren schon musste das Hotel schließen und es stand die Versteigerung auf der Agenda der Eigentümer. Das nun neu geplante Konzept der neuen Besitzer wird zeigen, ob sich die Investition von 36 Millionen US-Dollar, im Vergleich zu bisherigen Übernahmen und Käufen von Hotels in Vegas einem Schnäppchen also, wird sich in Zukunft zeigen. Das Hotel ist zumindest erst einmal gerettet.


Dieser Artikel wurde am Sonntag den 08.12.2019 21:49 erstellt und ist relavant zu Lucky Dragon, Hotel, Pleite.