Massaker von Las Vegas - Hotel zahlt etliche Millionen an Opfer und Hinterbliebene

Schon über drei Jahre liegt das schreckliche Massaker, das 58 Menschen in Las Vegas das Leben kostete, zurück. Die Welt stand regelrecht still, als von dem Blutbad im Staate Nevada berichtet wurde. Jahre-lang herrschte, so könnte man meinen, Stille über dieses Ereignis. > mehr erfahren


Doch der Schein trügte gewaltig, denn während dieser Zeit wurde in engsten Kreisen zuständiger Behörden, wie des Betreibers des betroffen Hotels, wo das Massaker in erster Linie stattfand und Angehörigen und den Opfern-Anwälten heißt diskutiert und beraten. Und nun signalisierte der Hotelgigant MGM, dass er bis zu 730 Millionen Euro an Angehörigen Opfer als Entschädigung zahlen wird.



Die Einigung kam nicht unerwartet



Zwischen den Opfer-Anwälten und der Hotelbetreiber selbst ist diese für amerikanische Verhältnisse schnelle Einigung so selten wie auch erfreulich und vielleicht doch etwas unerwartet für Skeptiker und jene, die an den Aussagen und  Versprechen einiger Anwälte glaubten. Fakt ist jedoch, dass sich die MGM Moguls der Verantwortung bewusst warten, dass unter Umständen so einiges auf sie nach dem Attentat auf sie zukommen würden: Schließlich schoss der Schütze vom 2. Stockwerk des Mandalay Bay Resor an Casino aus in die Besuchermenge eines Countrymusik-Festivals. Und dieser Umstand kostet den Betreibern des Hotels nun ein dicker Batzen an Entschädigung. Mit 58 Todesopfern und rund 800 Verletzten gehört dieses Massaker von Las Vegas zu einem der größten, die jemals in den Staaten auf diese Weise stattfanden. 



Vom Kopf bis Fuß bewaffnet ins Hotel



Allein die Tatsache, dass eine einzige Person es schafft, unbemerkt mit einem Dutzend Schusswaffen und einer noch größeren Menge an Munition ins Hotel zu gelangen und sich in einer Suite einzubuchten, ließ die Kläger äußerst wütend werden. Dieser Sachverhalt war schlussendlich auch ausschlaggebend für die Opfer-Anwälte das MGM zu verklagen. Der Vorwurf lautete hierbei unter anderem, dass eine Art Nachlässigkeit bei der Hotelbetreuung und dem Management zu beanstanden sei.



Kein Schuldeingeständnis



Seitens der Hotelbetreiber des MGM gibt es kein öffentliches Statement, geschweige denn ein Schuldgeständnis. Der Konzern hält sich äußerst bedeckt und nur einzig die Zahlen für die Entschädigungssumme als solche wurde öffentlich angepriesen. Auch ließ der Konzern verlauten, dass die Höhe der Auszahlung letztlich auch davon abhängt, wie viele Kläger sich mit der Vereinbarung zufrieden geben würden und nicht weiterhin vor Gericht klagen würden. Das Gros der Opfer-Anwälte sieht aber diese Einigung als ein Meilenstein und als eine faire Kompensation. MGM-Chef Jim Murren jedenfalls ist der Meinung, dass alles getan wurde, um den Angehörigen und Überlebenden, wie auch der Gemeinde von Las Vegas den Heilungsprozess auf diese Weise ein wenig zu lindern.



Traurige Bilanz



Der Schütze des Massakers, Stephan Paddock, hatte im Oktober 2017 über 1100 Schüsse auf die Besucher des Festivals vom 32. Stock des MGM aus abgefeuert. Beim Stürmen der Suite durch Polizisten vor Ort, erschoss sich der Täter.


Dieser Artikel wurde am Sonntag den 23.05.2021 11:45 erstellt und ist relavant zu Stephan Paddock, Las Vegas Massaker, MGM .